Die erste Saison mit Markus Poschner

Das Brucknerorchester Linz 2017.18

„Kunst und Kultur leben von neuen Impulsen. Sie sind Dreh- und Angelpunkt von Entwicklung. Schon auf den ersten Blick wird mit der Präsentation des neuen Orchesterbuchs sichtbar, dass für das Bruckner Orchester Linz eine neue Zeit anbricht. Ich freue mich, dass Markus Poschner seine Zeit in Oberösterreich mit einem ambitionierten Programm startet, dass die Kernkompetenz des Bruckner Orchesters stärkt, und zugleich in neue Richtungen hin erweitert. Damit wird Rolle und Bedeutung des Bruckner Orchesters als erster musikalischer Botschafter unseres Landes nicht nur gefestigt, sondern regional und international ausgebaut“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

„Ich sehe es vorwiegend als meine Aufgabe an, die ungeheure Tradition dieses großartigen Klangkörpers und seiner so reichhaltigen Kulturregion mit in die Zukunft zu führen und dabei vor allen Dingen den eigenen Weg fest im Blick zu haben. Überhaupt soll die Suche nach dem Eigenen, dem Unverwechselbaren, dem eigenen Dialekt sozusagen ganz im Zentrum unserer Arbeit stehen. Nur so können wir die Deutungshoheit auf diesem symphonischen Terrain für uns beanspruchen und behaupten. Die Kunstwerke nicht nur Anton Bruckners besitzen eine unauslotbare Tiefe, deren Unendlichkeit wir uns immer wieder aufs Neue stellen müssen, nicht zuletzt, um uns selbst besser verstehen zu lernen.“
Prof. Markus Poschner

Saison 2017.18 Aufbruch

Mit Beginn der Saison 2017/18 bricht für das Bruckner Orchester Linz eine neue Zeitrechnung an. 15 Jahre hat Dennis Russell Davies das zweitgrößte Orchester Österreichs künstlerisch geprägt und damit in eine weltweit wahrgenommene Hör- und Sichtbarkeit geführt. Mit Markus Poschner tritt ein Musiker seine Nachfolge an, der diesen offenen Weg weiterführen, die Klangidentität des Orchesters mit seinem oberösterreichischen Dialekt schärfen und die internationale Sichtbarkeit des BOL als Kulturbotschafter ausbauen will. Dazu gehört selbstredend die Pflege und das Lebendighalten der Musik des Namensgebers Anton Bruckner. Lebendig zu bleiben bedeutet, sich immer wieder neuen Fragen und Herausforderungen zu stellen, um den Horizont, den Aktionsradius zu erweitern. Und es heißt auch, sich des Bodens immer wieder bewusst zu sein, auf dem wir stehen, gehen, leben. Anton Bruckner und seine Musik konnten sich nur in Oberösterreich ereignen. Sie wurzelt auf dem Humus unseres Landstrichs und erhebt uns doch weit über die Grenzen von Zeit und Raum. Dem unablässig auf der Spur zu sein, beabsichtigt der neue Chefdirigent Markus Poschner.

Mit dem BOL steht ihm ein Spitzenensemble von internationalem Rang und hohem Renommee zur Verfügung, das in den letzten Jahrzehnten an internationaler Bedeutung kräftig zugelegt hat. Diese weltweite Botschaftertätigkeit wird das BOL im kommenden Frühjahr mit einer großen Tournee nach England unterstreichen sowie seine regelmäßige nationale Präsenz im Wiener Musikverein, Bregenz und Salzburg ausbauen. Neben internationalen Solistinnen und Solisten dürfen wir auch den namhaften Dirigenten Bruno Weil als Ersten Gastdirigenten des BOL willkommen heißen.

Markus Poschner bringt auch neue Formate mit, in denen Sie beispielsweise als Zuhörerin und Zuhörer am Prozess der Entstehung von Werken unter der Rubrik „Kost-Proben“ exklusiv teilhaben können. Bei „Poschner hört mit“ lädt sich der Chefdirigent Gäste ein, um mit diesen über Kunst, Klang, Interpretation und Welt ins Gespräch zu kommen. Besonders stolz sind wir auf eine beginnende intensive Zusammenarbeit mit der heimischen Musikuniversität, der Anton-Bruckner-Privatuniversität, die in einem ersten neuen Format genannt „Anhörung“ jungen Komponistinnen und Komponisten Spiel- und Hörplatz bieten wird: vor Publikum werden Neuschöpfungen live erarbeitet und diskutiert. Das Brucknerhaus wird weiterhin als konzertanter Heimat- und Residenzort des BOL intensiv bespielt werden.

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